Forum Künstlerische Forschung

 

Wissenskulturen im interdisziplinären Dialog

Das Forum Künstlerische Forschung ist eine hochschulweite Forschungseinrichtung, die dazu beitragen soll, künstlerische Prozesse verstärkt zu reflektieren und zu erforschen. Grundlage ist ein offener Forschungsbegriff, der das künstlerische (musikalische oder tänzerische) Handeln selbst als eine Form der Wissensproduktion versteht – ein Wissen, das meist tief verinnerlicht, vorbewusst und vor allem stark verkörpert ist. Künstlerische Forschung setzt an diesen impliziten und verkörperten Praxisformen an, möchte diese experimentell sichtbar machen und damit die Kunst selbst aber auch das Wissen über die Kunst verändern. Die Entwicklung eines „forschenden“ Blicks auf künstlerische Prozesse soll dazu beitragen, künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven unmittelbar in Resonanz zu bringen und Studierenden und Lehrenden neue und vielleicht auch einmal ungewohnte Impulse für ihre Arbeit zu geben.

Ein Schritt in diese Richtung stellt die Einführung des Labors Künstlerische Forschung dar, das mit Beginn des Wintersemesters 2019/20 als fachbereichsübergreifendes Netzwerk der Lehre Seminare, Praxisangebote oder Workshops bündeln wird. Wunsch ist es, ausgehend von konkreten inhaltlichen Fragen zu einem übergeordneten Thema interdisziplinäre Bezüge anzuregen. Im Rahmen eines strukturierten Konzeptes können zwischen den Fachbereichen, zwischen Wissenschaft und Praxis sowie zwischen Studierenden und Lehrenden neue Möglichkeiten der künstlerisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung entstehen. Dahinter steht die Idee, bereits bestehende künstlerisch-reflexive Vorhaben und/oder wissenschaftlich-praxisorientierte Forschungen mit gegenwärtigen Fragen und Positionen, die sich rund um das Thema „Artistic Research“ versammeln, zu verknüpfen.

Künstlerische Forschung wird an der HfMT Köln als ein offenes Konzept sowohl von künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungen als auch von Haltungen, Ideen und Konzepten zur künstlerischen (Selbst-)Reflexion und Identitätsbildung verstanden. Dabei geht es zum einen um die Verankerung von neuen Perspektiven in die bestehende Lehre und in den bestehenden Gesangs- und Instrumentalunterricht. Zum anderen sollen gezielt neue Formate (Labore, Experimentierräume, Open-Stage-Formate) sowie geeignete Publikationsformen (Video-Artikel etc.) entwickelt und etabliert werden, die die künstlerischen Forschungsprozesse dokumentieren und die Vernetzung mit anderen Hochschulen fördern.

Eine künstlerisch-wissenschaftliche Promotion in Kooperation mit dem Orpheus-Institut Gent wird von der HfMT Köln aktiv unterstützt. Interessierte wenden sich bitte an Dr. Evelyn Buyken.

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